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 Nowruz - das Persische Neujahrsfest

Nowruz ist das persische Neujahrs- bzw. Frühlingsfest, das fast jedes Jahr am 21. März gefeiert wird. Der Frühlingsanfang und zugleich das persische Neujahr richten sich nach der jährlichen Frühlings-Tagundnachtgleiche an dem die Sonne senkrecht über dem Äquator steht. Schon im Perserreich der Achämeniden unter Kyros II. d. Gr. und Darius I. d. Gr. galt die Tagundnachtgleiche als Jahreswechsel, die auch heute noch in Persien von Astronomen auf die Minute genau berechnet wird. Des Weiteren wurden auch damals am persischen Königshof große mehrwöchige Feste abgehalten, bei dem viele Völker zusammen den Jahreswechsel feierten.

Wörtlich übersetzt bedeutet Noruz Neuer Tag und besteht aus zwei Wörtern: dem "No" was "Neu" bedeutet und dem "Ruz" was "Tag" bedeutet. Normalerweise findet Noruz am 21. März statt, doch können auch Abweichungen entstehen. Je nach den astronomischen Bedingungen und den verschiedenen Zeitzonen kann Noruz auch auf den 19. oder 20. März fallen.Ursprung

Das Neujahrsfest ist ein altpersisches Fest, das auf den persischen Propheten und Religionsstifter Zarathustra zurückgeht und mindestens 3000 Jahre alt ist. Das Neujahrsfest steht als Zeichen für das neu erwachende bzw. durch den Frühling neu beginnende Leben. Der todbringende Winter ist vorbei und das mit dem Frühling verbundene neue Leben und die Fruchtbarkeit entsteht. Auch im Perserreich vor über 2500 Jahren wurde Noruz gefeiert und galt als das bedeutendste und größte Fest des ganzen Jahres. Die Feierlichkeiten der persischen Großkönige und den Bezug zu Noruz wollen einige Wissenschaftler und Archäologen auch in den Reliefs von Persepolis sehen. Die meisten iranischen Völker feiern ebenfalls das Neujahrsfest und auch in einigen anderen Staaten besitzt das Noruzfest einen offiziellen Feier- und Festtagsstatus, unter anderem in: Afghanistan, Nord-Irak (Kurdengebiete), Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Aserbaidschan, Usbekistan, Turkmenistan, der Türkei und inoffiziell oder eingeschränkt akzeptiert in einigen anderen asiatischen Staaten.haft-Sin

Haft Sin

Das Haft Sin besteht aus sieben Elementen, die alle den persischen Buchstaben Sin als Anfangsbuchstaben haben:

  *   Sabze (Weizensprossen), 

  *   Samanu (süßer Weizenbrei),

  *   Sir (Knoblauch),  

  *   Serkeh (Essig),

  *   Somagh (eine Gewürzmischung),

  *   Sib (Apfel) 

  *   Sandjed (Maulbeeren).

Das Haft-Sin steht für den gedeckten Tisch mit den "Sieben-S" (Haft - 7, Sin - S). Dabei wird ein Tisch mit traditionellen und grob festgelegten Zutaten gedeckt. Es muss beachtet werden, dass 7 Zutaten dazu gelegt werden, dessen persische Namen mit einem "S" beginnen, daher das Haft-Sin (Sieben-S). Was traditionell bedingt häufig benutzt wird, sind unter anderem: Seke (Münzgeld - symbolisiert Reichtum und beruflichen Erfolg), Sir (Knoblauch), Sib und Sonbol (Apfel und Hyazinthen - symbolisieren die Natur), Sabzi (Gräser - meist selbstgezüchtet aus Weizen- oder Linsenkörnern symbolisiert es die Entstehung bzw. Erschaffung neuen Lebens), Serke (Essig) und Samanu (Mehlspeise). Die Wahl der Zutaten sind jedoch im Grunde jedem selbst überlassen. Weiterhin wird traditionell ein Wasserglas mit 2 Goldfischen (welche das Leben selbst symbolisieren), ein Spiegel (der das Reine und die Unverfälschtheit bzw. Wahrheit symbolisiert), bemalte Eier (meistens Ostereier), Kerzen die das Licht spenden, Adschil (getrocknete Nüsse), Süssigkeiten und auch konfessionsabhängig ein heiliges Buch (Avesta, Koran, Bibel o.a.) zum gedeckten Haft-Sin Tisch dazugestellt.Tschahar-Schanbe-Suri.

Tschaharshanbeh-suri

In der Nacht zum letzten Mittwoch vor dem neuen Jahr ist das Tschahar-Schanbe-Suri. Tschahar-Schanbe bedeutet "Mittwoch", Suri bedeutet Rot oder Röte. An diesem Tag werden überall große und kleine Feuer angezündet. Über diese Feuer springt man dann, während man zum Feuer sagt: "Sorchi-ye to az man, Zardi-ye man az to". Sinngemäß übersetzt bedeutet dies: "Meine Schwäche (Krankheit) an dich, deine Stärke an mich". Dieser Brauch geht auf den Zarathustrismus zurück, die das Feuer als Symbol Gottes sehen.Amu Noruz, oder auch Hadschi Piruz.

Amu Nowruz - Onkel Nowruz 

Amu Nowruz - Onkel Nowruz -, nach der arabischen Invasion in Persien Hadschi Firuz genannt, ist die Kultfigur an Noruz. Mit schwarz bemaltem Gesicht und roter Kleidung tanzt, singt und scherzt Amu Noruz für die Feiernden. Den tatsächlichen Ursprung der Figur des Amu Noruz konnte bisher nicht geklärt werden, es bestehen mehrere Theorien. Fest steht jedoch, dass dieser die Aufgabe hatte und hat, das Volk zum Lachen zu bringen und eine fröhliche und harmonische Atmosphäre zu schaffen.Sizdah-Bedar.

Sizdah-Bedar

Sizdah-Bedar, welches am 13. Tag nach dem Neujahr stattfindet, markiert das Ende der rund 2 Wochen andauernden Feierlichkeiten des Noruz. Sizdah bedeutet "Dreizehn" und Be-dar wörtlich "zur Tür hin" und sinngemäß "loswerden" oder "befreien". Dieser Tag wird im Freien verbracht. Meist kommt die ganze Familie zusammen und macht Picknick in Parks oder in der freien Natur. Da Sizdah-Bedar der letzte Tag der Noruzfeste ist, räumt man den gedeckten Tisch ab. Dabei werden die Gräser zusammengebunden während man sich etwas wünscht und anschließend in Flüsse geschmissen. An Sizdah-Bedar kommen auch die bösen Geister, weshalb man diesen Tag am Besten im Freien verbringt.

 http://www.taghvim.org/index.html - Jahresrechner

 

 

 

 

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